Mit 25 Teilnehmern startete am 10. August um 6 Uhr die fünftägige Busradtour des Schwäbischen Albvereins. Mit dem Radreisebus von Firma Weiss & Nesch ging es zunächst nach Emmelshausen, wo nach einer kleinen Stärkung die erste Etappe begann.
Über den Schinder-Hannes-Radweg führte die Strecke über den windigen Hunsrück in Richtung Kastellaun. Ein besonderes Erlebnis war der Besuch der Geierlay-Hängebrücke, den sich fast alle Teilnehmer nicht entgehen ließen. Anschließend ging es hinunter zur Mosel nach Treis-Karden und mit dem Bus weiter zum Hotel nach Gerolstein.
Am zweiten Tag radelte die Gruppe auf ehemaligen Bahntrassen von Jünkerath nach Monschau. Dabei wurden mehrfach die Grenzen zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sowie zwischen Deutschland und Belgien überquert. Der über 60 Kilometer lange, durchgehende Radweg beeindruckte, ebenso wie die schmucken Fachwerkhäuser von Monschau.
Der dritte Tag begann mit einer Führung durch die beeindruckende Erlöserkirche in Gerolstein, deren Innenraum mit unzähligen kleinen Mosaiksteinen gestaltet ist. Danach führte die Route entlang der Kyll zur Krimistadt Hillesheim und weiter zu einer Schaukäserei in Loogh. Gestärkt ging es zum Nohner Wasserfall und anschließend zu den historischen Mühlen in Birgel. Bei einer eindrucksvollen Vorführung konnten die wieder betriebsbereiten Mühlen besichtigt werden. Den Abend ließ die Gruppe bei Eifeler Spezialitäten (Döppekoche und Rheinischer Kartoffelsalat) im benachbarten Brauhaus ausklingen. Fünf Teilnehmer radelten anschließend sogar noch die rund 15 Kilometer bis zum Hotel – mit einem Tempo oberhalb der Grenze für Genussradler.
Am vierten Tag standen einige der bekannten Eifelmaare auf dem Programm. Auf dem Maare-Mosel-Radweg ging es über eine stillgelegte Bahntrasse von Daun nach Bernkastel-Kues. Wälder, Tunnel und schattige Strecken sorgten zunächst für angenehme Temperaturen, bevor nach Wittlich bei 34 Grad die Hitze deutlich zu spüren war. Nach einem Stadtrundgang in Bernkastel-Kues folgte am Abend eine Weinprobe mit Flammkuchen. Der Winzer brachte den Teilnehmern mit viel Humor seine Weine und den Weinbau der Region näher.
Die letzte Etappe führte über Waldwege nach Salm und weiter zum „Brubbel“, dem Kaltwassergeysir bei Wallenborn. Für einige Albvereinsmitglieder dürfte dieser noch aus einer früheren Busreise bekannt sein. Parallel zur „Kleinen Kyll“ ging es anschließend nach Meerfeld, wo ein weiteres Maar den Abschluss der Radtour bildete.
Nach fünf abwechslungsreichen Tagen wurden die Räder wieder im Anhänger verstaut und die Heimreise nach Neuhausen angetreten. Eine rundum gelungene Reise mit vielen schönen Landschaften, kulturellen Eindrücken und geselligen Momenten ging damit viel zu schnell zu Ende.
Im Nachhinein wurde uns bewusst, welch ein großes Glück wir hatten. Nur einen Tag nach unserer Tour brach im Hohen Venn in Belgien der verheerende Brand aus. Ein Teil unserer Radstrecke lag genau an der Brandfront. Und auch sonst wären Rauch- und Geruchsbeeinträchtigungen die Folge gewesen.
Tourleitung: Egon Meyer







