Am Samstag den 24.10.26 trafen sich bei schönem Herbstwetter 20 interessierte Personen auf dem Festplatz in Oberensingen um die sehenswerte Stadt Nürtingen zu entdecken und zu erkunden. Hier auf dem Festplatz findet der traditionelle Maientage statt. Dieser ist einer der ältesten Kinder- und Heimatfeste in Südwestdeutschland, das bis ins Jahr 1602 zurückreicht.
Von hieraus ging es den Neckar entlang zum Nürtinger Stadtbalkon. Dieser erhielt einen Preis vom Verkehrsministerium in der Kategorie – Entspannt und mobil – Das Projekt verwandelt eine der meistbefahrenen Straßen in einen attraktiven Aufenthaltsort, sowie einen Preis für das Angagement und die Menschen, die hinter den Projekten stehen.
Am Hölderlin Denkmal vorbei wanderten wir zum Steinach- Dreieck. Hier war in früherer Zeit eine Anlagestelle der Flößer.
Heute hat Nürtingen ca. 40000 Einwohner. Die Endungen……ingen weisen auf eine alemannische Besiedlung hin. Weiter ging es zum Salemer Hof. Die Zisterzienser von Salem hatten hier 1482 einen Pflegehof errichtet. Gegenüber befindet sich eine historische Treppenanlage. Graf Zeppelin soll angeblich hoch zu Ross über diese Treppe geritten sein. Bei weiterem Rundgang erreichte man den Blockturm. Er ist ein Rest der mittelalterlichen Stadtbefestigung um 1345.
Das Rathaus in der Marktstraße mit seinem historischen Brunnen beeindruckend. In der Verlängerung kamen wir an der ehemaligen Lateinschule vorbei, sie besaß in im in einen ausgezeichneten Ruf. Hier gingen Hölderlin und Philipp Matthäus Hahn zur Schule. Hahn war Pfarrer, Tüftler und Erfinder. Er wurde auch als schwäbischer Leonardo da Vinci. Nächste Station war die Laurentius Kirche. Sie befindet sich auf dem höchsten Punkt der Altstadt. Gegenüber der Kirche stand in früherer Zeit das herzogliche Schloss. Eine der Bewohnerinnen war Henriette von Mömpelgard, die Ehefrau des Grafen Eberhard von Württemberg.
Die Tour führte dann über den Schlossberg. Hier sah man vorbildlich restaurierte Häuserzeilen aus dem Mittelalter.
Das Hölderlin Haus und das in der Nähe befindliche ehemalige Spital bildeten den Abschluss.
Das Spital wurde 1625 gegründet. Es wurden dort keine Kranken gepflegt, sondern es war eine Stiftung zur Versorgung Bedürftiger. (Sammelstelle von Naturalien) Im 19. JH. wurde hier das evangl. Lehrerseminar untergebracht. Nach dem 2. Weltkrieg folgte die Höhere Landbauschule, dann1965 die staatliche Ingenieurschule für Landbau. Aus der Fachhochschule wurde die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt.
Zu guter Letzt gab es eine Einkehr bei gemütlichem Zusammensein. Danke an alle, die dabei waren.
Eure Wanderführer: Maria -Luise und Hermann Cech

